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FAQ

Grundsätzliche Fragen zum Projekt

Warum weitet ready4work seine Aktivitäten auf die Landkreise Gifhorn und Helmstedt aus?


Die kreisfreie Stadt Wolfsburg wird laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)** als überregionales Ausbildungszentrum eingeordnet. Dies zeigt sich insbesondere durch ein hohes Pendleraufkommen – und zwar nicht nur der Arbeitnehmer, sondern auch der Auszubildenden. Knapp 50% der Auszubildenden in Wolfsburg haben ihren Wohnsitz außerhalb der Stadt Wolfsburg. Dies lässt darauf schließen, dass ein Mangel an Ausbildungsplätzen in den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt unmittelbare Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt in Wolfsburg hat. Jugendliche, die im Umland keinen Ausbildungsplatz finden, weiten ihre Suche auch auf Wolfsburg aus. Somit kann eine gute Ausbildungsplatzsituation allein in Wolfsburg das Problem fehlender Ausbildungsplätze nicht lösen. Es gilt somit auch die Anzahl an Ausbildungsplätzen in den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt zu erhöhen.


**Harten, Uwe (2008): „Mobilität von Auszubildenden in Niedersachsen und Bremen“, in: IABregional, Nr. 01/2008.

 

Wie funktioniert ready4work?


Neben der Fördermitgliedschaft im Verein besteht die Möglichkeit durch Aktionen Spenden für ready4work einzuwerben, spezielle Produkte für ready4work aufzulegen oder Direktspenden an den Verein zu leisten. Hierfür bietet das ready4work-Team den Partnern eine Vielzahl von kreativen Umsetzungsmöglichkeiten an und unterstützt die Partner bei der Konzeption und Durchführung von Aktionen.


Was wurde bisher erreicht?


ready4work konnte seit 2004 die Einrichtung von 575 zusätzlichen Ausbildungsplätzen in der Region Wolfsburg-Gifhorn-Helmstedt unterstützen. Hierfür konnten über 3,6 Millionen € an Spendengeldern gesammelt und eingesetzt werden.


Warum wurde ready4work entwickelt?


Eine abgeschlossene Berufsausbildung stellt eine bedeutende Investition in die Zukunft dar – sowohl für die Jugendlichen selbst als auch für die Region, in der sie leben. Für junge Menschen bildet sie eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Ohne Ausbildung drohen Arbeitslosigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzung bis hin zu sozialem Abstieg und Armut.
Darüber hinaus können eine schlechte Ausbildungsplatzsituation und eine hohe Arbeitslosigkeit zum Attraktivitätsverlust der ganzen Region und zu Abwanderungen von Arbeitskräften führen. Eine gute Ausbildungsplatzsituation hingegen birgt gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein hohes wirtschaftliches Potential in sich.
Vor allem Altbewerber und Jugendliche mit niedrigeren Bildungsabschlüssen haben auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz häufig das Nachsehen. Sie benötigen daher eine gezielte Förderung, um in das Berufsleben integriert werden zu können.



Welche Jugendlichen werden als „marktbenachteiligt“ eingestuft? 


Als „marktbenachteiligt“ gilt, wer nach dem Schulabschluss mindestens ein Jahr mit eigenem Engagement versucht hat, einen Ausbildungsplatz zu finden. Erst dann besteht die Möglichkeit, einen Ausbildungsplatz über den RegionalVerbund für Ausbildung e.V. (RVA) zu erhalten. Das persönliche Engagement der Jugendlichen bildet somit eine wesentliche Bedingung.

Was sind die Ziele von ready4work?


ready4work unterstützt die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze für marktbenachteiligte Jugendliche in der Region Wolfsburg-Gifhorn-Helmstedt und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Abbau der Jugendarbeitslosigkeit.

Was ist der Förderverein ready4work e. V.?


Die Initiative ready4work wurde 2003 gegründet. Als Träger der Initiative wurde im Jahr 2004 der Förderverein ready4work e.V. ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder waren 20 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden der Region Wolfsburg. Heute gehören dem Verein über 420 Mitglieder an, darunter 66 Unternehmen und Verbände.


Organisation

Wer ist operativer Treiber der Initiative ready4work?


Neben dem Engagement der Vereinsmitglieder unterstützen die Gründungspartner von ready4work (Volkswagen AG, Stadt Wolfsburg und Wolfsburg AG) den Erfolg der Initiative durch ein operatives Projektteam, das bei der Wolfsburg AG angesiedelt ist und sich aus Mitarbeitern der drei Partner zusammensetzt. So fallen keine zusätzlichen Personal- oder Verwaltungskosten an. Auf diese Weise können alle gesammelten Spenden ohne Abzüge zu 100% zur Mitfinanzierung zusätzlicher Ausbildungsplätze eingesetzt werden.

Wie hoch sind die Mitgliedsbeiträge im Förderverein ready4work?


Die jährlichen Mitgliedsbeiträge des Fördervereins ready4work e. V. liegen bei 25 € für Privatpersonen und 250 € für institutionelle Mitglieder.


Wer gehört dem Vorstand des Fördervereins ready4work e. V. an?


Als Vorsitzender des Vorstandes engagiert sich Bernd Osterloh (Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG). Stellvertretender Vorsitzender ist Klaus Mohrs (Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg). Weitere Mitglieder des Vorstandes sind Iris Bothe (Stadträtin der Stadt Wolfsburg), Albrecht Düsel (Koordinator Team ready4work Gifhorn), Christiane Hesse (Personalvorstand der Volkswagen Financial Services AG), sowie Martin Rosik (Leiter Personal Deutschland Volkswagen AG).


Wer steht hinter ready4work?

Das gemeinschaftliche Engagement der Volkswagen AG (Unternehmen und Arbeitnehmervertretung), der Stadt Wolfsburg und der Wolfsburg AG hat die Initiative ins Leben gerufen. Zahlreiche Wolfsburger Unternehmen und Verbände sowie Privatpersonen engagieren sich als Mitglieder oder Partner für ready4work, indem sie mit verschiedenen Aktionen Gelder für ready4work mobilisieren. 



Finanzierung des Projekts

Wie werden die Spendeneinnahmen des Fördervereins in Ausbildungsplätze investiert?


Partner von ready4work ist der RegionalVerbund für Ausbildung e.V. (RVA) in Wolfsburg. Dieser hat seit 1998 bereits mehr als 2.400 zusätzliche Ausbildungsplätze für marktbenachteiligte Jugendliche realisiert. Der Förderverein ready4work kann eine Anhebung der jährlichen Anzahl an Ausbildungsplätzen beim RVA ermöglichen, indem eine bestimmte Zahl an Plätzen mit je 6.000 € unterstützt wird. 


Welche ready4work-Produkte gibt es?


Bis heute gibt es eine große Zahl an Produkten, die speziell für ready4work entwickelt oder zugunsten von ready4work verkauft wurden. Beispiele für ready4work-Produkte sind der Wolfsburger Kunstkalender, das Kochbuch "In Kitchen", ein Wolfsburg-Wein, der ready4work Keks oder der Wolfsburg-Song.


Was sind Partneraktionen?


Seit Ende 2003 haben Partner von ready4work zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen zugunsten von ready4work durchgeführt. Beispiele sind Überstundenspenden, Hoffeste, Sonderverkäufe oder Fußballturniere.


Woher stammen die Spendeneinnahmen des Fördervereins ready4work e. V.?


Die Spendeneinnahmen des Fördervereins stammen aus Mitgliedsbeiträgen, Jubiläums-oder Geburtstagsspenden, Aktionen von Partnern, dem Verkauf von ready4work-Produkten sowie einer großen Anzahl von Direktspenden.


Wie viele Spenden hat der Förderverein ready4work e. V. seit 2004 gesammelt?


Der Förderverein ready4work e. V. hat bisher über 3,6 Millionen € Spenden gesammelt und für zusätzliche Ausbildungsplätze eingesetzt.



Rund um den RVA

Wie hoch ist die Versorgungsquote der Ausgebildeten beim RVA?

72% der Ausgebildeten sind im direkten Anschluss an die Ausbildung versorgt, 92% nach sechs Monaten

Wie viele Auszubildende des RVA bestehen die Abschlussprüfung?

Rund 93% aller bisherigen RVA-Auszubildenden haben zum Ende ihrer Ausbildung ihre Abschlussprüfung bestanden.

 

Besteht die Gefahr der Umwandlung bisher regulärer Ausbildungsplätze in geförderte Ausbildungsplätze?

Nein. RVA und ready4work konzentrieren sich ausschließlich auf zusätzliche und erstmalige Ausbildungsplätze. Jedes Unternehmen wird daraufhin überprüft, ob es weiterhin die Zahl der bisherigen Ausbildungsplätze anbietet, bevor zusätzliche Plätze nach dem RVA-Modell angeboten werden können. Die Prüfung erfolgt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen.

 

Wie wird ein Ausbildungsplatz beim RVA finanziert?

Der RVA zahlt den Auszubildenden eine Ausbildungsbeihilfe und trägt auch die nicht-betrieblichen Kosten der Ausbildung, das sind insbesondere  die entstehenden Kosten für  Betreuung, Verwaltung, Prüfungsgebühren, Förderunterricht etc.

Die Betriebe leisten für die Dauer der Ausbildung einen monatlichen Partnerbeitrag an den RVA, der aktuell insbesondere durch Mittel der Stadt Wolfsburg, der Landkreise Gifhorn und Helmstedt, des Europäischen Sozialfonds, Förderern anderer Projekte und nicht zuletzt ready4work ergänzt wird.

 

Was ist das Besondere an einer Ausbildung beim RVA?

Der RegionalVerbund für Ausbildung e.V. (RVA) ermöglicht mit seinen Partnerbetrieben den Auszubildenden eine „klassische“ betriebliche Ausbildung.

Der RVA ist hierbei im formalen Sinne der Ausbildungsbetrieb und damit Träger aller Rechte und Pflichten. Gleichzeitig sorgt der RVA für eine umfassende Betreuung und Beratung für Auszubildende und Betriebe. Die Betriebe werden weitestgehend von allen administrativen Aufgaben entlastet und übernehmen die praktische Ausbildung. Somit steigt die Attraktivität für die Partnerbetriebe, zusätzliche Ausbildungsplätze anzubieten.

 

Downloads

Hier finden Sie wichtige Informationsmaterialien rund um ready4work.